history back  docs home...

"Das Nicht-Gesagte einholen" "Dépasser les non-dits"

Weisheit - Von Rosette Poletti

"In meiner Familie sprach man nicht über grundlegende Dinge. Mein Vater, der sich umbrachte als ich 7 war, 'starb an einer Krankheit'"

Unsere Briefschreiberin fährt weiter, über den Tod ihres Vaters: "Erst als ich 17 war habe ich von einer Kusine erfahren was wirklich passiert war. Meine Mutter und meine Grosseltern haben das Thema nie angeschnitten. Als Heranwachsende wollte ich mehr wissen über meinen Vater, über seine "Krankheit" (eine Depression). Man antwortete mir: Dein Vater ist tot, das alles muss man nicht aufwühlen! Leider, für sie und für mich, wühlte es in mir. Ich wollte wissen, ich wollte verstehen. Zum Glück, dank dieser Kusine, mir der meine Familie keine wirkliche Beziehung hatte, habe ich viele wichtige Dinge verstanden. Ich habe vor allem verstanden, wie wichtig dad Nichtgesagte ist. Und heute, da ich ein Kind und einen intelligenten Ehemann habe, kummunizieren wir offen."

Der Dichter Christian Bobin schrieb: "Wenn die Wörter nicht mehr über die Lippen kommen, gehen sie und schreien in der Tiefe der Seele." Das Nichtgesagte ist vielartig: nichtgesagte Wünsche, nie geäusserte Schmerzen oder Verlangen, unterdrückte Bedürfnisse, verdrängte Emotionen. Oder ein Familiengeheimniss, das man nicht lüften darf, nicht geäusserte Dankbarkeit, oder nicht-mitgeteilte Liebe. Soviele Situationen wo die Wörter in die Tiefe der Seele gegangen sind und dort schreien und die Ursache wurden für Depression, Isolation, Sinnverlust, bis zu Verzweiflung: "Bis zu seinem Tode habe ich darauf gewartet, dass mein Vater mir sagte, dass er mich liebe. Aber es ist nie passiert." "Bei uns sprach man nie über seine Gefühle." "Ich habe dieses Geheimnis mein ganzes Leben mit mir herumgetragen, das war schrecklich!"

Warum ist es so schwierig etwas zu "sagen"? Im Gegensatz zu dem was man glauben Würde, wird man nicht geboren mit der Kompetenz, über sein Inneres zu sprechen. Um das zu machen, braucht man das Beispiel, das der Eltern, der Lehrer-innen. Es sind oftmals die Eltern, die Nächsten. [Kommentar: Vielleicht ist es eher so, dass man die Fähigkeit, seine Gefühle zu äussern, ablernt, weil die Gesellschaft eher sagt, dass man gross und stark sein soll.] In gewissen Familien ist das Wort frei, es wird zugehört, man fühlt sich respektiert, die Gefühle werden benannt, empfangen und beachtet, das Nichtgesagte ist selten und es gibt Freude zu teilen. Aber in sehr vielen anderen Familienfehlt es an diesem klaren Klima, das freies Reden erlaubt. Das Selbstvertrauen nicht ungenügend entwickelt damit dasjenige, das man mitteilen sollte, auch mitgeteilt werden kann. Das Wort ist blockiert durch die Angst oder die Scham - "Nie könnte ich meinen Eltern erzählen, dass mein Mann mich betrügt und ich wegen den Kindern bleibe. Sie würden mir nicht glauben!" Also mauert man sich im Schweigen ein, beim Versuch einen Anschein der normalität zu wahren.

Kommunikation erlernen


Diese Lehre erfolgt in verschieden aufeinanderfolgenden Abschnitten:

- Prendre conscience de l'existence de non-dits (mais comment y parvenir quand le silence est tout ce qu'on a connu?) Ensuite il s'agit de

- En mesurer les dommages sur la dynamique familiale et les relations avec les collègues, voisins, amis.

- Reconnaître qu'ils génèrent du stress, voire un maladie, qu'ils contribuent à enfermer, à isoler.

- Décider alors de changer doucement, en étant attentif à soi, ses besoins, ses désirs, son ressenti, et é ceux qui nous entourent.

- Apprendre à écouter, à manifester de l'empathie et de la compassion - ce sont les jugements négatifs qui inhibent la parole!

- Partager avec ceux qu'on a choisis pour leur qualité d'écoute et leur discrétion. Là, il s'agit de décrire le plus objectivement possible ce dont on parle, puis partager son ressenti et évoquer les besoins non satisfaits.

- S'il y a lieu, formuler une demande précise et accepter la réponse.

L'approche de la communication non violente (ou bienveillante), que l'on doit au psychologue américain Marshall Rosenberg et qu'il écrit dans son ouvrage "Les mot sont des fenêtres ou des mûrs", apporte une bonne base (qui peut être complétée par des stages).

Mais il n'est pas facile, après s'être tu pendant longtemps, de communiquer sereinement; parfois le trop-plein qui a été contenu sort avec une violence, sous forme de blâme, de jugement ou d'attaque verbale. Réfléchir à ce petit texte Catherine Ikalayos peut aider: "Il n'y a pas de personnes foncièrement méchantes. Il y a seulement des personnes qui n'ont pas trouvé d'autres moyens que de blesser les autres pour gérer leur propre souffrance." Ceci ne les excuse pas, mais permet de comprendre.

Le chemin vers la communication prend du temps, il demande de développer l'auto-compassion, grâce à laquelle on reconnaît et on accepte ses émotions (tristesse, peur, colère, joie, souffrance) au lieu de les nier ou de les enfouir au fond de soi. Cela ouvre le cur, encourage à partager. Ainsi, petit à petit, on peut sortir des non-dits et faire confiance. S'ouvrir aux autres peut rendre vulnérable, mais c'est aussi source de bien-être et de joie, pour soi et pour les autres.

A vous, chère correspondante, et à chacun de vous, amis lecteurs, nous souhaitons une très belle semaine.

Avec la collaboration de Barbara Dobbs

A lire

"Les mots sont des fenêtres (ou des murs)" Marshall Rosenbers, Jouvence.

"Heureux qui communique" et "Parle-moi, j'ai des choses à dire", Jacques Salomé, Pocket.

Stages

Association pour la communication non violente en Suisse romande.

www.cnvsuisse.ch ou 022 575 21 70

LeMatinDimanche 13.12.2015 page 65


[© LeMatinDimanche. Réproduction uniquement pour utilisation privée.]

5d13org